Recht auf Arbeit für alle ALG II  und Hartz IV Empfänger,
Stundenlohn ca. 10.- EURO

Liebe Politiker, liebe Leser!                                                            Beispiel Stand 2010

Wenn Sie diese Überschrift lesen, denken Sie sofort:
Das zehnfache des 1-EURO-Jobs! Wie soll das bezahlt werden? Wo soll die Arbeit herkommen?

Ca. 10.- EURO Stundenlohn? Lassen Sie mich einmal folgende Rechnung aufmachen.

Ein lediger Hartz IV Empfänger erhält zum Beispiel folgende Leistungen

Leistungen Regelleistungen/Sozialgeld  
Antragsteller (Rheinland-Pfalz): 359,00 €  
Zwischensumme Leistungen:  359,00 €  
 
Kosten für die Unterkunft  
Kaltmiete: 450,00 €  
Heizkosten minus 18% Warmwasserzuschlag: 49,20 €  
Zwischensumme Wohnung:  499,20 €  
 
Arbeitseinkommen oder sonstige Einkünfte  
Zwischensumme Einkünfte:  0,00 €  
 
Berechnung Hartz IV    
Summe Leistungen: 359,00 €  
plus Summe Wohnung plus Heizung: 499,20 €  
minus Summe der Einkünfte: 0,00 €  
plus befristeter Zuschlag durch Arbeitslosengeld: 0,00 €  
 
Hartz IV Geld gesamt 858,20 €

Dividiert durch 84 Std.  
(etwa die Monatszeit einer Halbtagsstelle)   
ergibt sich ein Stundenlohn von   
 
10,22 €

Nun gibt man dieser Person einen Halbtags-Job, Halbwochen-Job oder Halbmonats-Job.
Das entspricht pro Monat etwa 84 Arbeitsstunden.

Dividiert man 858,20 € durch 84, so kommt man auf einen Stundenlohn von immerhin 10,22 €

Und genau so wird abgerechnet. Wie in einem normalen Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Urlaubstage und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

So schaffen Sie auch ein Bewusstsein, was die Leistungen unserer Sozialgemeinschaft wert sind.
In diesem Beispiel 10,22 € pro Stunde geleisteter Arbeit. Und wer blau macht, bekommt entsprechend weniger.

Die andere Hälfte des Monats steht der Person zur freien Verfügung.
D.h. es bleibt ihr ausreichend Zeit um Bewerbungen zu schreiben, Vorstellungsgespräche zu vereinbaren oder Probe zu arbeiten um eine Vollzeitstelle zu finden.

Wo soll die Arbeit herkommen?

Aktuell jammern die Sozialverbände, weil die Zivildienstzeiten gekürzt werden sollen.
Verständnisvolles Getue durch alle Parteien. Aber kaum einer kommt auf die Idee, wenn die Zivildienstleistenden Billigkräfte wegfallen, dass in dem Heer der sowieso bezahlten Hartz IV Empfänger sicher hunderttausende darunter sind, die solche Jobs liebend gerne machen würden.
Obendrein ergäbe sich hier noch eine Ersparnis bei den bislang anfallenden Kosten für Zivis.
Ausreden wie Qualifikation oder Einarbeitungsaufwand können hier nicht gelten. Was man den Zivis zumutet kann auch Hartz IV Empfängern zugemutet werden. Wobei letztere möglicher Weise sogar erheblich länger eingesetzt werden können als Zivis, womit sich eine Einarbeitung auch besser rechnet.

Oder wer ärgert sich nicht über die lärmenden, Feinstaub aufwirbelnden Laubsauger jedes Jahr im Herbst.
Was wären da Jobs zu vergeben. Mit dem Laubrechen an der frischen Luft. Und die Kosten für das Benzin des Laubsaugers und dessen Reparaturen würden die Kommunen auch noch einsparen.

Die Leitpfosten an den Straßen könnten von Hand geputzt werden. Ein Handwagen  mit Wasserfass und Bürste wären auch hier viel billiger als ein teurer Unimog mit eben solch teuren Anbaugeräten.

Das gleiche gilt für Mäharbeiten, welche mit der guten alten Sense ausgeführt, ebenfalls teures Gerät und Diesel einsparen würden

Oder als gesponserter  Niedriglohnjob, wie z.B. der viel geschmähte Erntehelfer.
Hier könnte der Hartz IV Empfänger halbtags für sein "Sowieso-Geld" 10,22 € pro Std. eingesetzt werden.
Die abgezeichneten Std. würden direkt vom Amt mit 10,22 € bezahlt und der Landwirt wiederum bezahlt an das Amt seinen niedrigeren Stundensatz, welcher zuvor von Amts wegen bundeseinheitlich festzulegen wäre.

Nun noch eine Idee für Hartz IV Empfänger mit einem höheren Bildungsabschluss.
Setzt diese direkt nachmittags in den Schulen ein zur Einzelbetreuung von Schülern mit Lerndefiziten.
Dort könnten sie in Absprache mit den jeweiligen Lehren gezielt mit ihren Schützlingen erkannte Defizite ausmerzen.

Die Ganztagsschule in Rheinlandpfalz, mit der sich Kurt Beck gerne feiern lässt, ist vielerorts ohnehin nur eine Luftnummer. Statt Lehrkräfte stützen Eltern ehrenamtlich das Kartenhaus der Ganztagsschule.

So gäbe es sicher noch viele Einsatzmöglichkeiten.

Aber allen Einsatzmöglichkeiten gemein sind die enormen Vorteile!

Riesige Wertschöpfung von Volksvermögen durch Aktivierung von ohnehin bereits "entlohnten" Bürgern.
Steigerung des Selbstwertgefühls Betroffener, welche unter Ihrer Arbeitslosigkeit leiden.
Das Bewusstsein sich sein Geld selbst erarbeitet zu haben und nicht der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen.
Den Kindern vorleben zu können, dass man täglich zur Arbeit geht.
Die Chance überhaupt im Arbeitsprozess zu bleiben und nicht in Lethargie zu verfallen.
Gesundheitliche Vorteile für Körper und Geist, gegenüber einem Hartz IV Leben vor dem Fernseher auf dem Sofa.

Und nicht zu vergessen, die Enttarnung der Arbeitsunwilligen, welche die anständigen Arbeitswilligen mit ihrem Verhalten in Misskredit bringen.
Dies ist aber vielleicht auch der größte Hinderungsgrund, weshalb die Politiker zu feige sind, die oben beschriebenen Ideen, umzusetzen.
Denn die Sozialromantiker aller Parteien wollen sich ja nicht ihre Romantik zerstören lassen und schon gar nicht diese kräftige Wählerschicht verprellen.

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